


Low-Code Entwicklung – Chance oder Risiko für dein Entwicklerteam?
Low-Code Entwicklung revolutioniert die Art und Weise, wie wir Software erstellen. Diese innovative Methode verspricht schnellere Entwicklungszyklen und eine engere Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilungen.
Doch wie wirkt sich Low-Code auf dein Entwicklerteam aus? Wir bei Newroom Media haben die Vor- und Nachteile unter die Lupe genommen.
In diesem Beitrag erfährst du, ob Low-Code eine echte Chance für dein Team darstellt oder ob du vorsichtig sein solltest.
Was ist Low-Code Entwicklung?
Low-Code Entwicklung revolutioniert die Softwareerstellung grundlegend. Statt komplexer Programmiersprachen nutzt du visuelle Entwicklungsumgebungen und vorgefertigte Komponenten. Das beschleunigt den Entwicklungsprozess enorm und öffnet die Tür für eine breitere Beteiligung an der App-Entwicklung.
Schnellere Entwicklung, weniger Code
Mit Low-Code erstellst du Anwendungen bis zu 10 Mal schneller als mit traditioneller Programmierung. Du stellst viele Funktionen per Drag-and-Drop zusammen, statt alles von Grund auf zu programmieren. Die Agilität von Low-Code ermöglicht es zudem, Ideen rasch in funktionierende Prototypen umzusetzen und somit die „Time to Market“ zu verkürzen.



Brückenschlag zwischen IT und Fachabteilungen
Ein großer Vorteil von Low-Code ist die verbesserte Zusammenarbeit im Unternehmen. Auch Mitarbeiter ohne tiefe Programmierkenntnisse können an der App-Entwicklung mitwirken. Das fördert Innovation und beschleunigt Prozesse. Gartner prognostiziert, dass bis 2024 75% aller Großunternehmen mindestens 4 unterschiedliche Low-Code Entwicklungstools einsetzen werden.



Populäre Low-Code Plattformen
Es gibt mittlerweile zahlreiche Low-Code Anbieter am Markt. Zu den bekanntesten gehören Microsoft Power Apps, Mendix und OutSystems. Jede Plattform hat ihre Stärken und eignet sich für unterschiedliche Anwendungsfälle. Bei der Wahl der richtigen Plattform solltest du deine spezifischen Anforderungen genau analysieren.
Grenzen von Low-Code
Trotz aller Vorteile ist Low-Code kein Allheilmittel. Für hochkomplexe, individuelle Anwendungen bleibt klassische Softwareentwicklung oft unverzichtbar. Low-Code eignet sich besonders für standardisierte Geschäftsanwendungen und Prozessautomatisierung (Bereiche, in denen schnelle Entwicklung und Flexibilität gefragt sind).
Die Entscheidung für oder gegen Low-Code hängt von vielen Faktoren ab. Im nächsten Abschnitt werfen wir einen genaueren Blick auf die Vorteile, die Low-Code deinem Entwicklerteam bieten kann.
Wie profitiert dein Entwicklerteam von Low-Code?
Low-Code Entwicklung bietet deinem Team enorme Vorteile. Studien zeigen, dass Unternehmen mit Low-Code die Entwicklungszeit um 50 bis 90% verkürzen können. Das bedeutet für dein Team: Projekte schneller abschließen und neue Ideen rascher umsetzen.



Mehr Zeit für Innovation
Der Einsatz von Low-Code-Plattformen reduziert den Aufwand für Routineaufgaben drastisch. Statt sich mit repetitiver Codierung zu beschäftigen, kann sich dein Team auf kreative Problemlösungen und die Entwicklung innovativer Features konzentrieren. Das steigert nicht nur die Produktivität, sondern auch die Arbeitszufriedenheit deiner Entwickler (ein nicht zu unterschätzender Faktor in Zeiten des Fachkräftemangels).
Bessere Zusammenarbeit im Unternehmen
Low-Code fördert die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilungen. Mitarbeiter ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse können aktiv an der Entwicklung mitwirken. Das führt zu einer besseren Abstimmung zwischen technischen Möglichkeiten und geschäftlichen Anforderungen. Viele Unternehmen nutzen bereits Low-Code-Lösungen, um diese Lücke zu schließen (laut Gartner werden bis 2024 mehr als 65 Prozent aller App-Entwicklungen über Low-Code und No-Code ablaufen).
Reduzierung technischer Schulden
Mit Low-Code minimierst du das Risiko technischer Schulden. Die Plattformen bieten standardisierte, getestete Komponenten. Das reduziert Fehler und verbessert die Wartbarkeit deiner Anwendungen. Zudem erleichtern viele Low-Code-Tools die kontinuierliche Integration und Bereitstellung (CI/CD). So stellst du sicher, dass dein Code immer auf dem neuesten Stand bleibt.
Schnellere Markteinführung
Low-Code ermöglicht es deinem Team, Ideen schneller in funktionierende Prototypen umzusetzen. Du kannst neue Produkte oder Features in Rekordzeit auf den Markt bringen und so einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Diese Agilität ist in der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt von unschätzbarem Wert.
Fokus auf Kernkompetenzen
Durch die Vereinfachung des Entwicklungsprozesses können sich deine Entwickler auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Sie verbringen weniger Zeit mit der Lösung technischer Probleme und mehr Zeit damit, echten Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen. Das führt zu einer höheren Zufriedenheit im Team und besseren Ergebnissen für dein Unternehmen.
Low-Code bietet deinem Entwicklerteam zahlreiche Vorteile. Doch wie bei jeder Technologie gibt es auch hier potenzielle Risiken und Herausforderungen. Im nächsten Abschnitt werfen wir einen genaueren Blick darauf, worauf du bei der Einführung von Low-Code achten solltest.
Wo lauern Stolperfallen bei Low-Code?
Low-Code bietet zwar viele Vorteile, aber du solltest auch die potenziellen Herausforderungen im Blick behalten. Besonders bei komplexen Projekten stößt Low-Code schnell an seine Grenzen. 70% der Ausgaben für Software werden auf Cloud Code basieren. Das jährliche Wachstum wird auf 23% prognostiziert. Bei hochspezialisierten oder rechenintensiven Anwendungen bleibt klassische Programmierung oft unverzichtbar.
Einschränkungen bei komplexen Anwendungen
Low-Code-Plattformen bieten zwar vorgefertigte Komponenten, aber diese decken nicht alle Anforderungen ab. Sobald du spezielle Funktionen brauchst, die über den Standardumfang hinausgehen, wird es kompliziert. Du musst dann oft auf traditionelle Programmierung zurückgreifen oder aufwendige Anpassungen vornehmen.
Gefahr des Vendor Lock-ins
Ein weiteres Risiko ist die Abhängigkeit von einem bestimmten Plattformanbieter. Viele Low-Code-Lösungen nutzen proprietäre Technologien, die sich nicht einfach auf andere Systeme übertragen lassen. Das kann langfristig zu Problemen führen, wenn du den Anbieter wechseln möchtest.
Du solltest von Anfang an auf offene Standards und Schnittstellen achten. So bleibst du flexibel und vermeidest teure Migrationen in der Zukunft. Eine Multi-Plattform-Strategie kann ebenfalls helfen, das Risiko zu streuen.
Widerstände im Entwicklerteam
Unterschätze nicht mögliche Vorbehalte deiner Entwickler gegenüber Low-Code. Viele Programmierer sehen darin eine Bedrohung für ihren Job oder fürchten den Verlust kreativer Freiheiten. No-Code macht die Codierung überflüssig, während Low-Code für erweiterte Funktionen welche benötigt.
Um solche Widerstände abzubauen, ist eine klare Kommunikation entscheidend. Erkläre deinem Team, dass Low-Code sie von Routineaufgaben entlastet und mehr Raum für anspruchsvolle Projekte schafft. Biete Schulungen an und zeige konkrete Beispiele, wie Low-Code die Arbeit erleichtert.
Sicherheitsbedenken
Die Sicherheit von Low-Code-Anwendungen ist ein weiterer kritischer Punkt. Da auch Nicht-Programmierer Zugriff auf sensible Systeme erhalten können, steigt das Risiko von Sicherheitslücken. Du musst robuste Governance-Strukturen implementieren und deine Mitarbeiter in Sicherheitspraktiken schulen.
Herausforderungen bei der Integration
Die Integration von Low-Code-Lösungen in bestehende IT-Landschaften kann komplex sein. Besonders in großen Unternehmen mit vielen Legacy-Systemen musst du sorgfältig planen, wie du Low-Code-Anwendungen nahtlos einbindest. Eine gründliche Analyse deiner IT-Architektur ist unerlässlich, bevor du Low-Code einführst.
Abschließende Gedanken
Low-Code Entwicklung revolutioniert die Softwareerstellung und bietet enormes Potenzial für Unternehmen jeder Größe. Sie ermöglicht schnellere Entwicklungszyklen, verbesserte Zusammenarbeit und höhere Agilität bei der Umsetzung neuer Ideen. Dennoch ist Low-Code kein Allheilmittel und eignet sich besonders für standardisierte Geschäftsanwendungen und Prozessautomatisierung.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer ausgewogenen Strategie, die Low-Code mit klassischer Softwareentwicklung kombiniert. So profitierst du von den Stärken beider Welten und behältst erfahrene Entwickler für anspruchsvolle Projekte im Boot. Die Zukunft der Softwareentwicklung wird hybrid sein, wobei Low-Code traditionelle Programmierung ergänzt (nicht ersetzt).
Willst du mehr darüber erfahren, wie du Low-Code optimal in deine Entwicklungsstrategie integrierst? Bei Newroom Media unterstützen wir dich mit maßgeschneiderten Digitalisierungslösungen. Sei mutig, experimentiere mit Low-Code und finde heraus, wie es dein Unternehmen voranbringen kann.